„Du, der du mich küßtest . . . dort . . . das erstemal . . . schliefst du in meinem Bett Nacht auf Nacht . . . Weißt du, daß du mich hießest: Falke . . .“

Jehan wußte es noch. Er sagte: „Ja“ und nickte. „Silberne Drossel . . .“ sagte er.

Aber sie — (die nicht begriff) wie alles in ihm getötet sei und daß alles Weibliche in allen Beziehungen zu tief für ihn liege und kaum die äußersten Ränder seines Horizonts noch streife, da sein Geist schon ganz eingerichtet war auf den neuen Sinn seines Lebens, der ihr entrückt auf einem fremden Schwerpunkt lag) — warf sich auf seine Füße und weinte, daß er sie mitnehme. Doch er befahl ihr zurückzugehen. Sie wälzte sich und tat es nicht. Da schrie er sie an: „Sklavin!“ und als sie erstarrt sich aufreckte:

„Sklavin um zweitausend Denare.“

Sie klammerte sich an ihn.

Da stieß er sie zurück und schlug sie.

Er zog weiter. Beautrix lag hinter ihm, ein großes Stück helles Fleisch, durchrast und geschwellt von maßlosem Schmerz, auf der staubigen besonnten Straße. Wie waren die Blumen farbig auf den Wiesen! Wie legte der Morgen sich licht um die Welt!

Jehan schritt die Ebene hinunter. Er begegnete Wallfahrern, die in Jericho Zweige gepflückt hatten. Die Palmiers sangen: Oltree, Dieus, aie! Er ging auf die Seite, verbeugte sich.

Einmal noch mußte er wenden. Der weiße Hühnerhund lief ihm nach. Er trug ihn in den Graben und tötete ihn.

Und setzte den Weg fort. Jehan Bodel, Sire d’Arras, trug das dunkelrote Gewand mit der Bordüre aus Pelz. Er trug den Turban aus Pelz. Seine Füße gingen in grünen Schuhen.