Ich sagte ihm, daß ich das Geld für die Dörfer hätte, aber da er wußte, wie gering es war, lächelte er wieder.
Da zwang mich das Weh meiner Lippen — und es schrie in meiner Brust wie ein Degen im Gefecht — daß ich ihm meinen Hals hinwies und ihm zurief, daß ich wisse, daß er nach seinem Gesetz verfallen sei, aber daß ich es ihm doch sage: Daß ich drei Schiffe hätte, ausgerüstet im spanischen Viertel von Brügge, gebaut in Barcelona, Santa Maria, Coruña . . . daß ich die letzten Kredite auf meinen Namen genommen, die Kerker der Dominikaner nach Sklaven geplündert, daß ich den Albaycin in Granada nächtelang durchsucht und aus den Schenken und verschrienen Gassen alles herausgerissen, was in meine Fäuste fiel und kräftig war . . . Zuhälter, arabische Matrosen, drei hünenhafte Priester . . . und daß ich fahren würde die Nacht — so oder so.
Da lächelte er wieder und sagte: Ich werde Sie verhaften.
Ich könnte Sie töten, Sire, rief ich; Juana, mein Kopf brannte, aber ich zerbrach den Degen nur und warf ihn gegen die Wand.
Ah, sagte der König und ließ das Tier und zweifelte: Haben Sie Mut . . .
Da nahm ich das Wiesel und zerdrückte es in der Hand, langsam . . . während das Furchtbare des königlichen Zornes mir entgegenquoll.
Ich ließ das Tier fallen. Aber des Königs Arme kamen über seine Wut auf mich zu und drückten die meinen, und er zerriß das Diplom, das auf den Grafen von Oropesa, Luis Quijada, gezeichnet war, und ließ die Fetzen durch das Fenster fliegen und klebte sein Siegel auf meines — — —“
„Sie machen mich stolz auf Sie, Marques!“ Juana warf sich zurück und gab ihre feuchten Blicke frei, die auf seinem trotzigen Körper weideten und in dem Erglühen seines Gesichts wie zwischen jungen und heftig aufgebrochenen Rosen spielten.
Dann fragte sie rasch: „Weiß es Luis Quijada?“
„Er fragte mich.“