„Was sagten Sie ihm, Marques?
„Ich sagte ihm wenig. Sie werden ihm morgen sagen, daß ich nicht, wie ich könnte nach meinem Diplom, ihn als Briganten erklären werde, (denn mir allein gehört nun der Stolz dieser Jagd) wenn er die Expedition, von der er sagte, rüstet. Das Meer ist ihm frei.“
Juanas Körper streckte sich. Sie riß sich an den Händen nach ihm hin: „Sie werden den Auftrag da zurücknehmen!“ Er verneinte.
Sie flehte: „Marques, erklären Sie ihn als zum Töten erlaubt, als Brigant!“ Da schwoll Las Casas’ Gesicht, der Körper wand sich, und aufzischend stampfte er den Fuß auf den Boden und bat sie hochmütig und verächtlich, nicht zu scherzen und in diesem Sinne die Demütigung von ihm zu verlangen, daß er Luis Quijada für wert hielte, seine Rivalität zu fürchten. Und er bewegte die flache Hand nach der Seite, als ob er nach einer Fliege schlage.
Juana sagte kühl mit gesenktem Kopf: „Ich werde den Auftrag nicht ausrichten. Aber nur um des nicht, weil ich den Grafen Oropesa von heute nie mehr bei mir sehe.“
Las Casas aber warf sich nieder und wälzte sich neben ihrem Bett und zwang sie so lange, bis sie zugestand, daß sie mit dem Grafen verkehre wie früher. Denn sein Stolz wäre dadurch schon erregt gewesen, wenn sie Quijada die Beachtung des Hasses geschenkt hätte.
Sie richtete sich hoch, und er berührte dabei ihre Brust. Seine Hand fing an heftig zu schwanken vor Verhaltenem.
Er stand auf.
„Ich gehe.“
Juana schnellte auf. Das Fertige des Entschlusses verwirrte sie und blätterte sie auseinander in Begehr und Hilflosigkeit: „Nein . . . morgen —!“