Luis Quijada ließ sie im Kranz zu Vierhundert um die Reeling hängen. Die Leiche Las Casas’ ließ er hinüberbringen und bedeckte sie mit seiner Fanale.
Dann ließ er die anderen Schiffe herankommen und bestieg die Caramuzzal, die des Bassas Harem trug. Er teilte die Beute ein, sonderte die fünfzig Besten aus und schiffte sie in seinen Segler ein. Die anderen schenkte er seinen Soldaten. Darauf stieg er in die Kabine, in der die Favoritinnen Yousoufs lagen. Es war eine kleine Kajüte mit lackiertem Mahagoni und Zitronenholz. Sie hatten sich mit Alhenna gefärbt und rauchten. Er saß mit ihnen und sie tranken gemächlich mit ihm, der lächelnd und zärtlich scherzend mit ihnen sprach, zutraulich Kakao und Orangenwasser.
Er hatte einen Segler vorgeschickt. Es ward Abend, als sie in Cartagena einliefen. Große Mengen standen am Kai. Man sah eine Flotte kommen. Das Banner Las Casas’, Quijadas, das von Kastilien und die rote Fahne mit sieben Monden wehten von einem einzigen Mast. Juana stand am Steg.
Eine Bahre ward aus dem Schiff herübergebracht und ans Land gestellt. Quijada folgte. Las Casas’ Kopf erschien, wie einer das Tuch hob, unter der weißen Fanale, auf der sein Wappen stand. Um seine Stirn saß festgebissen mit einem dunklen Strich das Bleigefäß des Sklaven wie ein schlechter Heiligenschein.
Juana taumelte.
Dann aber fing sie sich mit einer maßlosen Bewegung wieder in sich selber ein. Und da sie nicht allein das Stolze liebte und die Stärke, sondern das Endgültige vor allem und den Sieg, ging sie um den Liegenden herum und raffte ihr Gesicht auf, daß es glänzend ward wie das Metall einer über einem Heer geblasenen Trompete, schritt kurz auf Luis Quijada zu und legte ihren Kopf an seine Brust.
Luis Quijada fröstelte erstaunend über das Entsetzliche ihrer Entschlossenheit, aber er tat doch den Arm um sie, denn er hielt sie nicht für schlechter als die drei Besten aus seinem Harem.
[Yup Scottens]
Yup Scottens wette niemals. Sie wüßten es alle.
Das Blut steige ihm noch röter unter das breit und tot herabfallende Haar. Er schlage auf den Tisch. Jedesmal würde er auf den Tisch schlagen, wenn wieder einer vom Wetten spreche.