Sie winken ab mit der Hand: Sie lieben mein Leben. Sie glauben an den Reichtum selbst meiner Melancholien und sind erfüllt von dem Aufgerichteten meiner Phantasie. Sie haben Leidenschaft für meine Welt. Sie sind neidlos entzückt, wenn ich diese Welt in die Hände nehme, mit Fingern und Zähnen den Saft auspresse, Sie lieben das Bunte, verehren die Stärke, Sie glauben an die Schönheit des wilden Bildes und die Größe des erregten Blutes.

Was aber ist es gegen Ihre Welt? Man kann sich nicht finden. Welche Tragik, daß, was Ihr Elend ist, ich liebe, daß, was mir ein Nichts ist, Ihnen erhaben scheint. Man soll sich nicht belügen. Wie kann man genießen, was den anderen quält? Es ist bitter genug, mit Verantwortung zu leben. Bebauen wir unseren Acker und entfernen wir uns von den Qualen, die wir nicht mindern können.

Ich habe mich aufgestellt. Die Augen brennen aus der Ohnmacht noch auf dem Schnee.

Als mich die Bretter in weitgeöffneten Schwüngen ins Tal hinunterziehen, sehe ich keine andere Bewegung als die aus diesem Zustand in den der Entfernung.

Ich bin ein törichter Mensch und züchte mir Qualen, statt sie leicht zu nehmen und mit Selbstverständlichkeit zu bezwingen. Ich mache sie groß, weil ich sorglos bin. Man könnte leichter leben.

Wie ich die Skier unten löse, hindert mich nichts mehr am Abschied.

Am Abend kam Kerstin.

Am Abend kam Kerstin in mein Haus. Musik ging vor ihr her, und die Berge schimmerten näher von ihrer Blässe. Die Sarabande des Sturzbachs formte über ihrer Schulter etwas wie undurchsichtigen silbernen Regen.

Sie griff einen Stuhl bei der Lehne.

Ich dachte: