Beim Start am andern Morgen weigerte sich Elie zu fahren, reagierte auf keinen Aufruf und blieb nachlässig bei seiner Libelle. Das Publikum bedrohte die Startrichter aus Angst, daß Intriguen gegen seinen Favorit dahinter seien. Es war schon gereizt, weil Blériot am Morgen die weiße Fahne über sein Zelt hatte hissen lassen.
Die Tribünen schimpften auf Blériot, der, wenn er fuhr, Gott war jederzeit. Sie warfen mit Tomaten und Äpfeln nach seinem Zelt, nannten ihn Ölsardine, Lapin, Birnensteiß.
Als Elie nicht kam, sondern stehn blieb, drückten sie über die Barrieren und winkten ihm mit Tüchern zu. Beim zweiten Aufruf, als Elie stehn blieb, als höre er nicht, tobten sie bereits, riefen seinen Namen. Ein Kurier lief zu Elie hinüber, der sagen ließ, er fliege nur, wenn der Akzent seines Namens beim Aufruf richtig eine Silbe nach hinten gelegt werde. Es gab eine Riesenovation, Harri sah dahinter, daß Elie nervös war.
Kurz darauf stürzten zwei Flugzeuge ab, eines durch eine Vertikalbö, die es umwendete, das andere, indem es in luftleere Trichter absackte wie ein Stein. Die Stafette kam von dem kleinen Wald.
Nichts sei tot, schrie es noch, als Elie aufstieg.
Zweihundert Meter nahm der Flugrenner gurgelnd vor Wonne in unverständlich schmalen Kreisen, dann schoß eine Querflamme durch den Apparat, fraß die Flügel weg, sausend kam die Libelle vor dem seidigen Himmel herunter. Als sie aufschlug, schrien die Monteure, die Frauen hielten die Augen zu.
Die Stadtsergeanten sperrten den Hügel ab.
Isaac brachten sie tot. Elie schlug unter der Schläfenmassage die Augen auf. Nach kurzem Besinnen frug er:
„Mein Bruder?“
Alle schwiegen.