„To.“
Sie machte eine kleine Bewegung, aber schon stand er vor ihr. Auch sein Gesicht war von Liebe so gut, daß es still vor ihr hing. Sie sprachen nicht. Die Sehnsucht glänzte nur von ihrem Mund, während sie still sich zu der Landschaft wandten, die sich morgendlich auftat. Sie saßen lange noch zusammen, überwältigt voneinander zu solcher Stille des Erlebens, und schauten hinaus, ohne sich zu sehen, bis ihre Augen lächelnd einander trafen und ihre Körper sich berührten.
Sie waren sanft in ihren Liebkosungen, ihre Körper vertauschten sich miteinander, ein jedes wollte das andere beglücken und für es leiden.
„Hattest du große Sehnsucht?“
„Ich habe hier alle Tage gesessen und gewartet.“ — —
„Und du . . . . hast du dich gesehnt?“
„Ich habe einen Feind nicht töten lassen, weil ich dich so sehr liebte, To . . . . .“
Als sie allein dann blieb, brach der Abend mählich an und eine angstvolle Ruhe überkam ihr Herz. Aber wie ein Trost kam die Landschaft über sie, die mit Hügeln sich nach dem Norden hin wellte.
Jede Erhebung trug eine Pagode, die sich rund erhob und dastand.
Immer unirdischer stieg das Licht, das Geringste verklärend. Überall schritten groß und still die Büffel über die aufgelegten Felder, die in schwarzer Seide glänzten, gegriffen von hellen Pflügen. Indigofelder wogten schwach aus der Ferne heran, als kämen sie zu ihr wie eine schöne Herde. Der Fluß bog sich schlicht, in eine Falte der Gegend eingeknittert, vorbei. In einem nahen Garten mit rotschäumenden Hecken saßen auf Palmen grüne Papageien und regten sich nicht. Über allem lag das Glänzen wie ein Atem.