Um zwei Uhr kam Krassin.

Um zehn hatten sie den endlich ungestörten Boissant nach seiner Unterredung mit den türkischen und bulgarischen Subjekten abgefangen, betäubt, in einen hollunderzerwachsenen Felshafen getragen, in die kleine Segelyacht gesetzt. Krassin blieb zurück, öffnete, kopierte die Abmachung, ließ die Kopie zurück auf dem Holztisch Boissants, genau so verfertigt, gesiegelt, unterschrieben, wie das Original.

Er gab mir das Original, verschwand lautlos. Ich ging mit ihm hinüber, las es, ging zu Bett, schlief ein.

Die Schweden kreuzten inzwischen mit Boissant bis zum Morgen zwischen der Küste und der Insel, er hatte sogar die Möglichkeit, sich mit der Engländerin zu unterhalten, „Englishman?“ frug sie mißtrauisch, die Hand in Almqvists Genick.

„Allright.“

Sie setzte sich etwas höher, weil sie schräg lagen, sah ihm ins Gesicht. „By Jove,“ sie erschrak zu Tode über das Affengesicht.

„Hallo cap, hallo cap,“ murmelte der Franzose und stierte ins Wasser. Morgens setzten sie ihn lachend ans Land. Davidson erzählte ihm, als es ganz hell ward, man habe ihn mit Krassin verwechselt und bat um Entschuldigung, indem sie ihn tatsächlich wider Willen beim Wenden am Land noch durch eine Ruderwelle bespritzten.

Um elf morgens kam Krassin. Almqvist war in Gefahr, der Text der Konventionskopie, die Krassin hergestellt, war als Fälschung stark schon in Verdacht, alles stellte sich im Arrangement natürlich auf Almqvist.

Ich suchte ihn, irrte mich im Zimmer, trat in ein falsches, da schliefen, von der Sonne beleuchtet, tiefatmend zwei nackte Menschen. Almqvists Tür war verschlossen. Ich klopfte, er antwortete nicht, schlief noch. Ich ging zurück.

Ich kämpfte den ganzen Vormittag. Ich nahm das Papier, sah es an, legte es wieder beiseite. Das Papier war von einer Bedeutung, die weit über meine Verantwortung als Mensch hinausging. Wie hatte ich danach gehetzt und gejagt.