GRAF KOEFELD: Fürstlicher Wunsch ist Befehl. Auszuführen oder sterben. Karriere oder Lump. Selbst die Marseillaise wird in diesem Sinn God save the king.

HELENE: Ein Affront.

GRAF KOEFELD: Keine Zeremonie. Ich engagiere ohne gesellschaftliche Verpflichtung. Sie geben ihm Essen, Zigarren, Wein. Ich Geld. Der Bursche tanzt und zitiert. Wen soll der Kerl genieren, hält Monseigneur ihn als Affen.

HELENE: Die Gräfin Koefeld empfinge den Künstler. Dem Takt ihres Gatten aber bringt sie Erwartungen entgegen, die nicht ahnen, daß er sie zwänge, vor einem Wüstling sich wie ein Themsemädchen zu fühlen.

GRAF KOEFELD der einen Brief bekommt und öffnet: Beruhigen Sie sich. Neue Zeit. Fortschritt der Zertrümmerung: Kean ist durch Unaufschiebbares gehindert, seine Aufwartung zu machen. Infame Beleidigung. Er sagt ab.

HELENE: Die Verhinderung ist taktvoller als die Einladung.

GRAF KOEFELD: Takt? Ausgeschlossen. Ich bin auf Zwischen-den-Zeilen-Lesen dressiert. Schon mit sechzehn schrieb ich über Forellen und meinte eine Bar. Als Louis Bourbon den Sessel statt den Fuß einer Prinzessin unterm Tisch mit der Zehe dauernd streichelte, signalisierte ich Unheil. Er nahm sie nicht. Mein Minister, mir ungläubig, optimistisch, flog in die Luft.

HAUSINTENDANT mit einem Stock meldend: Monseigneur, der Prinz von Wales.

PRINZ VON WALES: Ich komme lachend, Gräfin. Verzeihung.

HELENE: Sie würden sie erhalten, wenn Sie weinten.