HELENE stockend: Der Herr ist ... unschuldig – – und Daisy Miller ... auch.

Schluß des ersten Akts.

AKT ZWEI

Zimmer bei Kean. Links Ausgänge nach zwei Nebenräumen. Rechts Eingang. Atelierhaft, Holzskulpturen, Teppiche, Diwane. Nach einer Nacht. Betrunkene in grotesken Schlafstellungen: Kean, Tom, David, Bardolph. Es ist noch dunkel.

SZENE EINS

LORD MEVIL erscheint mit drei Leuten und Laternen: Besetzt die Türen. Geht durch den Raum und rasch in die anderen schauend. Hier sieht es nicht nach Weibern aus. Alles Betrunkne. Gebt sofort Knebel, wenn sich einer regt. Welches ist der Entführer? Eine Laterne zeigt auf Kean. Der soll sie mir geraubt haben? Für meinen Stolz unmöglich. Für den Plan gut. Diese Kreatur voll Wein bindet mit mir an? Gelächter, Mevil! Er ist in meiner Macht, ich werde ihn nicht berühren. Wie kann ein Bursche, der jedem Feind so preisgegeben lebt, ein Gegner sein? Belauert ihn. Was ich besitzen will, werde ich besitzen. Was ich greife, laß ich nicht los. Hinunter an die Tore. Ich brauche Geld in irrsinnigem Ausmaß. Welches Ziel hab ich noch nicht erreicht? Bewacht die Ausgänge gut. Ab mit seinen Leuten. Aus einem Nebenraum mit einer Kerze Salomon. Er stellt die Kerze neben Kean, dann schießt er mit einem Terzerol in die Luft; Kean steht auf.

KEAN: Wie oft hast du geschossen?

SALOMON: Einmal.

KEAN: Ist ein Brief von einer Frau da?

SALOMON: Nein. Kean mit einer Geste ins Nebenzimmer. Durch den Eingang ein Jüngling. Halt. Woher? Wen suchen Sie?