RINY: Meine Mutter muß vor der Geburt meinen Verstand mit dem Stock versohlt haben. Ich verstehe dich nicht.
KEAN: Das gefällt mir. Besser in Lappen Berge sehn wie als Hure schlemmen. Ich beneide dich um den Himmel voll Freiheit. Wiesen, Dörfer, Flüsse, – habe ich das nicht einmal gesehen? Man zündet Feuer an, wann man will. Man zieht in kleine Städte mit Trompeten, nachts still hinaus. Rechts oder links fahren ... wie man will. Ich habe meine Jugend gelebt. Verdammt, es war schön. Könnte ich das noch einmal durchmachen, ich platzte. Das sind so Träume. Was willst du eigentlich?
RINY: Ich wollte nachsehn, ob du nicht so verrückt geworden seist, daß du den Mittag an der Taufe von Bobs dreizehntem Ei mitmachen könntest.
KEAN: Warte! Eine Sekunde. Wenn ich von Tom einen Anzug liehe und einen Wagen kaufte, würden die Mäuse, der Regen, die Kälte, die ja nicht so arg sind wie Neid und Gemeinheit und Lügerei, dich anziehn oder abstoßen? Vielleicht kommt mir einmal der Plan. Was weiß man von seinen Plänen?
RINY: Ich ziehe es dann vor, Kean auf seinen Landkonzerten zu begleiten.
KEAN: Süßer Affe. Küß mich. Ich sag dirs, wenns mir so ist. Bob grüßt du, den Mittag komm ich zur Taufe. Hast du Geld? Wo feiert ihr?
RINY: Bei Patt. Ich marschiere. Dein Diener sagt, du erwartest eine Frau. Ich lasse Patt herrichten.
KEAN: Der Teufel soll den kneifen, der lügt, ich erwarte eine Frau. Vergiß das Geld nicht. Geh jetzt. Vergiß das andere nicht.
RINY: Du könntest sagen ebensogut, ich solle meinen Kopf nicht vergessen. Ab.
KEAN: Salomon! Erscheint. Wer wird erwartet?