KEAN: Was habe ich mit meinen Rollen zu tun? Sie kennen mich nicht.
DAISY: Wer mein Herz zu solchen Tränen gerührt hat, kann nichts anderes als mein Vertrauen verdienen.
KEAN: Ihr Vertrauen belastet mich. Ich lehne es ab. Was wollen Sie?
DAISY: Ich sah Sie spielen. Das änderte mein Leben ...
KEAN: Chüt ... chüt ...
DAISY: Das hat mich zu meinen Entschlüssen tapfer gemacht. Denn wenn ein Mensch vermag, sich in anderen so sehr zu erschöpfen und darin zu leben, ist das der einzige Weg aus der Enge in die Freiheit.
KEAN: Kein Weg für Sie.
DAISY: Ich fühle den Drang zu keinem andern. Im Traum, am Tag kamen die Stimmen, die Bewegungen der Frauen aus den Stücken, in denen ich Sie sah, und verbinden sich mit mir. Ich ahme sie nach und bin voll Freude. Helfen Sie mir, so werde ich die einzige Hilfe haben, deren ich bedarf.
KEAN: Ich verweigere sie.
DAISY: Dann werde ich den Tod leicht zu nehmen wissen in der Gewißheit, daß dies der bessere Ausweg für mich ist, den Sie beschlossen haben, um mich, zu Schwache und Unwichtige, anderem Schicksal zu entziehen.