KEAN: Die werden verfolgt?
DAISY: Als ich auf die Straße trat, war ich verstoßen, Waise, vermögenslos.
KEAN herauskommend im Frack: Ich sehe keine Verzweifelte. Nur Anmut.
DAISY: Ich nahm Ihren Namen mit.
KEAN: Den schlechtesten Kredit.
DAISY: Es wog mir den Mut auf, den Tod nicht diesem Gespräch vorzuziehen.
KEAN: Kommen Sie zu Ihren Wünschen.
DAISY: Da ich ein Leben ohne Glück geführt habe, bin ich auf seine Änderung bedacht. Ich war im Kloster bis vor Wochen erzogen. Ich löste, als ich die Enge meiner mir aufgeredeten Entschlüsse erkannte, die Verlobung mit Mevil. Ich verließ eine Stunde vor der Vermählung das Haus meines Vormunds. Ich komme zu Ihnen, weil ich Ihren Beruf ergreifen will.
KEAN: Ich habe keine Verantwortung für Ihr Leben.
DAISY: In Drury-Lane dachte ich: wenn ein Mensch sich in so vielen anderen verkörpern kann und ihre Leidenschaft und ihr Herz mit so strenger Wahrhaftigkeit von sich zu geben vermag, muß es ein zuverlässiger Mensch sein. Wären Sie groß und mächtig nur, hätten Sie mich nie gesehen.