Die Schiffe glitten voll Musik zwischen wunderbaren Eilanden durch, an Buchten vorüber, die voll Pinguinen saßen und von Bächen durchströmt waren. Sie lagen den ganzen Tag auf dem Vorderdeck und rauchten. Das Meer war leicht und kaum bewegt, und die Inseln formten sich mit glänzenden Farben und Vogelruf aus ihm heraus wie Wasserblumen.
Als sie zwischen einem Gemisch süßer Buchten lavierten, suchte die Kreolin Jean François zu verführen, indem sie abends nach dem Ankern ihr Bein aus der Matte gleiten ließ und ihren Fuß langsam über seine Hand führte.
Doch er stellte das Windlicht schräger, daß die Matte ganz in Vaudricourts Blickfeld blieb.
Sie ankerten noch einmal in Guam, um Wasser zu nehmen und den Rest der Ladung. Sie blieben zwei Wochen in dem Hafen, der vor vier Winden schützte. Die Bucht war morgens rot von Seegras, Meerwölfen und Seenesseln. Große Schildkröten schwammen langsam vorüber.
Den Mittag gingen sie in die Stadt, die auf Pfählen stand. Der spanische Gouverneur Dom Simon de Auda ließ die Wache antreten und ging ihnen jeden Tag in großer Uniform entgegen. Auf seiner Veranda nahmen sie Schokolade und lange Zigaretten, die er ohne Pause selber drehte. Dann ritten sie ins Innere, das voll Savannen lag, die tief in den Urwald hineinreichten, auf denen weiße Ochsen mit dunklen Ohren gingen. Am letzten Abend gab er ihnen ein Fest.
Die Eingeborenen, deren Reste die Spanier auf diese Insel gepfercht hatten, da sie revoltierten und aus Verzweiflung ihre Frauen zwangen, die Kinder nicht mehr auszutragen, bewegten sich mit Lichtern und Stieren auf einer weichen Rasenebene, um die der Wald aufwuchs. Im Gezuck der Bodenfeuer und dem Kreischen der Männer kämpften zwei Hähne. Der Spanier saß unbeweglich und stolz davor. Sie nahmen großen Abschied. Aber im letzten Augenblick, noch am Strand, kam eine Schar aus dem Inneren, die Weiber mit roten Hummerscheeren in den Ohren und legten, die Offiziere umringend, Gaben hin und in die Nähe von Jean François. Jean François verzog nicht den Mund.
Letztmals legten sie bei den Philippinen an. Der Gouverneur sandte eine Einladung durch seinen Minister, einen Native in Hosen aus roter Seide und weißem, chinesischem Hemd. Er bat, ungezählt lang zu bleiben. Seine Langeweile wiege seine Orden nicht auf. Er versprach gestirnte Hirsche und Eingeborene mit Schwänzen.
Jules Labé sagte lächelnd, ein Wunder sei eines Wunders wert und sah auf Vaudricourt. Die Kreolin trug eine ironische Falte und bat, ihr den weißen Stoff zu besorgen, den der Minister trage. Jules Labé zog ihn in eine Ecke und kaufte das Hemd um eine Pistole. Nur seine Hosen glühten, als er halbnackt vom Ufer zurückwinkte. Die ganze Nacht schwammen die Inseln unter weichen Mandolinentönen.
Morgens flaggte das Signal zur Abfahrt.
Mittags hob sich ein Strudel aus dem Meer, wuchs an den Himmel und sprengte wie ein Geschoß die Schiffe auseinander.