Sie rannten vorüber nach dem Felsausblick, und ihr Geschrei erhob sich heftig und monotoner, während sie die Schlacht beschauten. Kalekua faßte ihn. Sie gingen weiter. Es wurde wieder dunkel. Dann aber kam von neuem Luft zart und mild herauf. Sie blieben stehen.
Ein Teich lag vor ihnen. Ein schmales Stück Land schloß ihn am Ende rund ein. Darüber stand die große Öffnung des Berges gegen den Himmel hin.
Aus dem Wasser stiegen langsam Frauen. Eine kam zuerst. Sie trugen alle, ohne diese, Helme mit roten Papageienfedern. Eine nur trug einen Wedel aus Palmenfächern.
Die erste aber schwang in leichtem Spiel die Arme zum Trocknen durch die Luft. Das Blau zog dick hinter ihr zusammen. Sie war schlank mit wunderbaren hohen Beinen und nackt.
Ihre Knöchel trugen Ringe von Gardenien.
Ihre Haut war gefärbt; gelblich braun wie eine reife Olive.
So trat sie vor ihn, das Haupt zurückgelehnt, und sah ihn starr an.
Ihr Blick aber streifte die Welt um ihn hinweg. Er sah ihren Kopf, ihre Nacktheit, die weich und einfach auf ihn strahlte. Ihr Blick weilte auf ihm mit stolzer und demütiger Klarheit, und dies erhob sein Gefühl, daß sie ihm wie ein Ausgleich schien zwischen seiner Kraft und ihrer Höhe, sein Blut strömte gesteigert bis an Grenzen, die er selbst nicht mehr erreichte, sein Hirn, unirdisch geworden, schrie: Königin.
Er begehrte sie.
Er löste Kalekuas Hand von sich ohne Empfindung. Dann warf er mit einem Schrei den Stolz der Königin nieder.