Sie schloß die Augen und öffnete sie verwirrend vor den seinen: „Keine hielt Sie in dieser Reihe?“

Sie sah an seinem starken Körper hinunter, und im Gefühl, daß in solchen Erlebnissen sich das Weibliche in seiner ganzen Art erschöpft habe, legte sie sanft ihre Brüste an seine Wange und fragte das Gleiche ein weiteres Mal.

Da warf er sich hoch, und indem es schien, daß er sie ganz in sich schlinge, sagte er ihr, daß er auch sie verlasse, wenn der Nebel vor den Fenstern heller werde. Er blieb noch einige Stunden bei ihr, indem er sie streichelte und ihr Wesen ein letztes Mal einsog, denn sie war schön und edel und weinte, die Hände vor die Augen geschlagen. Dann verließ er sie.

Er ging den Morgen in die Themse und badete.

Dann ging er nach Hause, ließ packen und fuhr nach den schottischen Gütern. Aber am ersten Tage der dritten Woche glitt er, jagend an einem Bergrücken, aus und brach das linke Bein. Sein Hochländer trug ihn ins Tal.

Sie tauchten immer tiefer hinunter, wo die Dunkelheit ihnen entgegenkam, und je mehr sie in die verdichtete Landschaft hineinschritten, überfiel ihn Beklemmung, deren Sinn er nicht begriff. Sie erreichten ein Licht, ein geöltes Haus. Sie schrieen nach dem Besitzer und befahlen ihm, mit dem Pferd in die Finsternis hineinzureiten, damit er Hilfe bringe. Erst am Morgen kam er mit einem weißbärtigen Mann, der das Bein einrenkte. Als die Knochen wieder aneinanderstießen, schrie Jean François vor Schmerz, so sehr lähmte der Alp seine Brust.

Der Hochländer schaute abgewandt durchs Fenster, und Jean François, der fühlte, wie jener sich für ihn schäme, schrie ihn an, und wurde ungerecht. Am nächsten Tage aber schenkte er ihm das Elengeweih seiner Sammlung, damit dieser beides vergäße, die Scham und den Schrei.

Da er lange lag, haderte er mit dem Geschick. Denn er fühlte, daß der Druck über ihm blieb. Er wollte ihn vertreiben. Er fuhr mit dem Auge die Berge hinauf und ließ den Blick herabfallen in die Wiesen, über denen Kuhgebrüll erdwarm donnerte. Er trieb Studien, er las. Er färbte Stoffe. Er focht zwei Stunden des Morgens angeschnallt ans Bett mit einem großen Fechter des Clans, damit seine Muskeln hart blieben. Aber es half nichts.

Nach sechs Wochen zog er wieder in London ein.

Sein seitheriges Leben kam ihm in gleicher Form entgegen.