Die langen dunklen Wimpern lagen fast auf der rosigen, weichen Haut der Wangen.
„Ja,“ sagte sie, „das und.. noch etwas. Die Aufregung über das plötzliche Mißgeschick war so groß – daß... ich oben... nicht.. früher fortkonnte..“ Frau Melchers nickte ihr freundlich zu.
„Schon gut, Eva. – Nun freuen Sie sich natürlich doppelt auf den heutigen Abend, nicht wahr?“
„Ich.. fürchte.. mich.. aber daneben auch..“
„So hat sich der kleine Teufel des Neides schon wieder von seiner Kette befreit?“
„Noch nicht...“
„Ich werde das Weitere von Ihnen hören. – Später. – Erst muß ich ruhen. Ich weiß nicht, in meinen Gliedern ist eine sonderbare Mattigkeit. Sie schmerzt fast. Am liebsten verschliefe ich die ganze zweite Hälfte des Tages..“
„Soll ich nachher den Geheimrat rufen,“ fragte Eva angstvoll.
„Was soll er mir, Kind? – Ich habe es mir allein ausgeprobt. Wenn das Herz matt und doch unruhig hüpft, brauche ich viel Ruhe. Niemand soll sprechen. Am besten auch jedes Geräusch vermieden werden. – Sie dürfen darum heute einen ganz freien Nachmittag haben. Genießen Sie ihn nach Herzenslust. – Soll ich die jungen Mädchen am Tisch fragen, ob vielleicht ein gemeinsamer Ausflug nach der Porta zustande käme. Zum Beginn des Theaters können Sie, trotzdem, pünktlich zurück sein.“
Eva von Ostrieds Hände legten sich bittend auf die Rechte der Präsidentin.