„Nun – und –“

„Immer noch nicht Präsident,“ scherzte er. „Trotzdem fühle ich mich den Umständen nach recht wohl. Die Arbeit befriedigt mich, nachdem ich meinen auch dir ja zur Genüge bekanntgewordenen Jugendwunsch überwand. Ja, ich freue mich sogar darauf, als Richter zu wirken. Am liebsten in einer möglichst kleinen Stadt mit viel ländlicher Umgebung.“

„Dann melde dich hierher an das Amtsgericht Köslin,“ riet der Amtsrat. „Da hast du alles. Alltäglich machst du in Straf-, Zivil- und Grundbuchsachen. Sonntags flitzt du zu mir raus und speist von der Glanzdecke.“

Der Major a. D., der mißmutig und schweigsam zugehört, mischte sich jetzt ins Gespräch.

„Und ich schimmele indessen in unserer hochherrschaftlichen Hofwohnung am grünen Strand der Spree und warte auf irgend einen geduldigen Jemand, der mich die Hühnerstiege herunterschleift, damit ich nicht gänzlich verkomme.“

In dem ernsten Gesicht des jungen Juristen zuckte es unwillig. Aber er blieb ruhig.

„Wenn du dich nicht zum Mitkommen in besagtes Städtchen entschließen könntest, müßten wir uns allerdings zuerst nach einer kräftigen Stütze für dich umsehen,“ sagte er ohne Empfindlichkeit.

„Soll ich jetzt vielleicht auch noch in eines jener mir schon als Fähnrich unausstehlichen Nester unterkriechen?“

„Von einem Zwang kann natürlich keine Rede sein, Vater. Auch ich ließe mich nie mehr zu etwas zwingen.“

Der alte Herr sah scharf zu dem Sohn hin.