„Du machst dem Futternapf meiner alten Klidderten wenig Ehre,“ sagte der Amtsrat in der letzten Stunde zu dem Neffen. „Was ist’s denn? Hast du mir nichts zu sagen, Junge?“
„Herzlichst zu danken. Sonst wüßte ich nichts.“
„So, ich dachte! Na schön. Warst du schon bei deinem Vater?“
„Ich stehe eben im Begriff.“
„Warte einen Augenblick. Ich begleite dich.“
Walter Wullenweber wollte eigentlich die paar letzten Minuten mit dem Kranken allein sein. Er schwieg aber. „Vielleicht ist es besser so,“ dachte er stumpf und trat scheinbar ruhig an das Bett des Majors.
„Ich muß nun fort.“ Der Kranke wollte sich auf die Ellbogen stützen, um sich ein wenig emporzuringen. Es gelang aber nicht.
„Ich gebe dir mein Wort, daß alles anders werden soll. Willst du mir nicht die Hand reichen, Walter.“
Ein kurzes Zaudern. Dann reichte sie ihm der Assessor hin. „Werde gesund, Vater!“
Da weinte Major a. D. von Wullenweber die ersten Tränen, seitdem ihm das von dem ungeschickten Schützen geschehen war.