„Das bildest du dir nur ein.“

„Du bist nicht Offizier!“

„Auf meine Auffassung kommt es aber zur Zeit mehr an.“

„Wenn ich dir mein Ehrenwort verpfände, daß ich nie wieder.“

„Spare es dir! Ich lege keinen Wert darauf!“

Ein Schrei gurgelte aus dem weitgeöffneten Munde. Das Gesicht nahm eine bläuliche Färbung an. Die Züge spannten sich. Das Kinn schob sich weit vor. Und dann kam jäh ein sichtbarer Verfall.

„Ob das der Tod ist,“ fragte sich Walter Wullenweber und zog, wie bei dem juristischen Aufbau eines wohlgelungenen Gutachtens die einzig mögliche Folge aus der Bejahung: „Dann trage ich die Schuld!“

Es war aber nur ein leichter Schlaganfall, wie der aus der nächsten Stadt zugezogene Arzt am Spätvormittag des neuen Tages feststellte. Lebensgefahr lag nicht vor. Alle merklichen Folgen würden sich voraussichtlich nach einiger Zeit verlieren.

Walter Wullenweber wich dem fragenden Blicke seines Onkel aus. Am nächsten Tage rüstete er sich zur Abreise, ohne Nachurlaub erbeten zu haben. Er fühlte, daß seine Anwesenheit den Kranken nicht förderte.