„Ich dachte an eine Beschleunigung unserer Heirat. Denn für deine Braut hielt ich mich. Hatte ich etwa kein Recht dazu?“
„Nach gut bürgerlichen Begriffen zweifellos! Künstleransichten sind aber gemeinhin andere. Sage selbst, was sollte ich tun, wo du nun mal da warst und mir erklärtest, lieber gingest du in den Tod, als zu deiner lieben Familie zurück.“
„Höre auf, wenn du noch einen Funken Barmherzigkeit in der Seele hast.“
„Ich bin sogleich zu Ende. Ich war also nicht brutal genug, um dich fortzuweisen. Schön, das war vielleicht mein Unrecht. Mehr Schlechtes kann ich im Augenblick nicht zusammen finden.“
„Daß du weiter die verächtliche Komödie spieltest – mir den festen Glauben, ich sei deine verlobte Braut und sehr bald dein Weib, auch vor dem Gesetz, nicht nahmst, indem du mir endlich von deinen älteren Verpflichtungen sagtest.“
„Wäre das nicht mehr als grausam gewesen? Was hättest du darauf getan? Bedenke, damals hießest du noch nicht Gretchen Müller. Du wärst ins Wasser gegangen oder hättest sonst einen Gewaltstreich mit denselben Folgen verübt.“
„Das wäre Barmherzigkeit für mich gewesen.“
„Ich empfinde es anders. Vielleicht wir Männer überhaupt.“
„Du hast tausend neuer Ausflüchte erfunden, um mir zu beweisen, daß sich unserer ehelichen Verbindung immer neue Hindernisse in den Weg stellten.“
„Die Gründe habe ich dir soeben klargelegt, mein Kind.“