Die verlorene Tochter – seines Lebens Lust und Stolz.
Er las plötzlich aus einem Buch mit erhabenen Lettern.
„Eines Tages werde ich meinen letzten Treueid brechen, wenn ich nach Berlin zurückkehren sollte!“
Die Erkenntnis erfüllte ihn mit Abscheu gegen sich selbst.
– An diesem Nachmittag saß er nicht hinter den Rechenbüchern. Er stolperte im Garten herum, entdeckte noch etliche Aepfel in verwegener Höhe und schimpfte mit Karl Pergande, dem Fünfzigjährigen, der das Jungvieh unter sich hatte. – –
Bei der Abendpfeife auf der Veranda tippte er dem Bruder auf die Schulter.
„Berlin paßt mir doch nicht mehr. Es ist zu laut, zu eng und zu teuer für unsereins. Wenn du nichts dagegen hast, bleibe ich hier.“
Der alte Amtsrat paffte sich in eine undurchsichtige Wolke hinein.
„Ist mir auch viel angenehmer,“ sagte er kurz. „Am Sonntag kommt ohnehin der Pferdehändler aus der Stadt mit zwei angeblich fünfjährigen Braunen. Die mußt du dir eingehend ansehen. Ich allein trau mir das Geschäft nicht zu, denn der Hallunke tattert sehr geschickt.“