„Ich will mich noch eine Viertelstunde auf’s Ohr legen,“ meinte endlich der Amtsrat und erhob sich.
Da langte auch der Major nach seinen Stöcken.
– – Der alte, schwere Goldene hatte ausgewirkt. Aber der feste Wille zur schleunigen Rückkehr nach Berlin lebte weiter. Das Kursbuch mußte herhalten.
„Hier war man ja doch schon mit den gefräßigen Spatzen munter. Also – los. Morgen früh um sieben Uhr! Und keine Stunde zugegeben!“
So stand’s auch in dem Telegramm an Walter Wullenweber zu lesen. Der Major kniffte es sorgfältig zusammen. Jetzt würde man endlich bald wieder ein Mensch werden!
Er stelzte in die weißgetünchte Schlafkammer von damals, die er immer noch inne hatte. An der dünnen Bretterwand hing jetzt das Bild seines Kaisers zwischen den beiden toten Majestäten, denen er ebenfalls seinen Treueid geschworen hatte.
Als sein Sohn mit ihm redete – jawohl, so stimmte es. Der mit ihm, denn er spielte nur den stummen, gequälten Zuhörer – war die Wand noch leer gewesen.
Damals wurde auch ein Treueid geschworen.
Dachte er denn daran, ihn zu brechen? War es diese Einsamkeit, die ihn nach innen sehen ließ. Das Alter oder das andere?