„Das ist Ihnen bekannt?“ wunderte sie sich. „Wie seltsam.“

„Nicht so sehr, wie es den Anschein hat. Waldesruh und Hohen-Klitzig grenzen noch immer.“

„Das hatte ich beinahe vergessen.“

„Und einen Teil der alten Leute behielt ich in meinen Diensten.“

„Wirklich?“ fragte sie mit leisem Spott.

Er überlegte, ob er ihr eine scharfe Zurechtweisung erteilen solle, unterließ es aber, um sie nicht, ohne jedes Nachdenken, zu einer abweisenden Antwort zu veranlassen.

„Die haben mir also davon berichtet,“ fuhr er fort, „als gerade eine Sendung aus Berlin ankam, die von Kluserichter, dem Gutstischler, ausgepackt wurde. Ich bin dann bald zu dem Amtsrat herübergefahren, um sie zu besichtigen. Er verwies mich indes an Sie.“

Sie hatte wiederholt daran gedacht, sich auch diese Sachen in ihr Heim kommen zu lassen, unterließ es aber, weil die jetzige Wohnung keinen genügenden Raum dafür bot. Ihr Herz hing zudem nicht an den Stücken. Für einen guten Preis würde sie sich jetzt ohne weiteres davon getrennt haben, weil sie diejenigen Möbel, die einen wirklichen Erinnerungswert für sie besaßen, bereits umgaben. Sie diesem zu überlassen, verbot ihr Stolz. Wieder spürte sie die unsägliche Nichtachtung, die darin lag, daß er ihrem toten Vater nicht die letzte Ehre erwies, die Kaltherzigkeit, mit welcher er ihr, der Heimatlosen damals schriftlich begegnete.

„Diese Sachen sind unverkäuflich,“ gab sie kurz zur Antwort.