„Das paßt großartig. Wer ist’s denn?“
„Einer unserer Schreiber.“
„Das dämpft meine Freude allerdings. Dem Kerlchen wird sie kein fürstliches Honorar zutrauen, nicht wahr?“
Endlich begriff Walter Wullenweber. „So war das gemeint?“
„Natürlich! Ich beabsichtige für jede Stunde – na, sagen wir mal – zehn Mark zu zahlen und ihn ungefähr vier bis fünf pro Woche nehmen zu lassen.“
Der junge Anwalt mußte lachen. „Da er zu jeder Unterrichtsstunde tüchtig üben muß, dürfte ihm daneben für seine bisherige Tätigkeit kaum noch Zeit übrig bleiben.“
„Vielleicht hat er eine Schwester, die auch ideale Bestrebungen in sich fühlt.“
„Sogar ihrer mehrere. Bescheidene, wohlerzogene Mädchen. Näheres weiß ich allerdings nicht. Ich werde mich jetzt für die Familie interessieren.“
„Ja, tun Sie das! Und wenn es möglich ist, könnten ja besser gleich alle bei ihr antreten. Ihre Adresse kann ich Ihnen sofort geben...“
Eine Sekunde überlegte Walter Wullenweber. „Lassen Sie, Herr von Ostried,“ sagte er dann und sein Ton klang anders wie bisher, „es ist unnötig. Ich kenne sie.“