Nun war alles – alles gut! Keine Frage sollte jemals an seinen Qualen rühren. Er würde ihr bedingungslos vertrauen. Er hob ihre Hände und preßte seine Lippen darauf.
Der nächste Tag war ein Sonntag. Mit holdseliger Befangenheit, die ihn rührte und beglückte zugleich, hatte sie seinen Besuch in ihrem Heim abgewehrt. So war es festgelegt, daß sie sich um die Mittagszeit draußen in Wannsee treffen und alles nötige miteinander vereinbaren würden. Denn sie waren im Innern gleich entschlossen, daß sie schon diesen Winter als Mann und Frau durchleben mußten!
Auf dem schmalen Sitzbrett eines Bootes saßen sie und sprachen von sich und ihrer Zukunft.
„Ein glänzendes Los erwartet dich nicht, Liebste,“ meinte er. „Siehst du, mein festes Einkommen genügt eigentlich. Aber da ist noch mein Vater. Ich schrieb dir damals alles von ihm. Und dann meine kleine Schwester. Wenn ich sie doch eines Tages wiederfände.“
Fest schmiegte sie sich an ihn.
„Mit mir, die ich leider mit ganz leeren Händen zu dir kommen muß, rechnest du also lediglich als Verbraucherin?“
Er sah sie erschrocken an.
„Anders darf es nicht sein, Eva!“
„O doch! Verstehe mich nicht falsch. Ich werde an dir und deiner Liebe volles Genüge finden. Das weiß ich. Frei von allem Ehrgeiz will ich dir schaffen helfen, indem ich weitere Stunden gebe.“