„Nicht früher, bis es dringend notwendig geworden ist. Versprich mir das schon jetzt.“
„Gut,“ sagte sie nach einer Weile. – An ihrem Zaudern merkte er, wie schwer ihr die Zusage wurde.
„Ich glaube, das war von mir allzu egoistisch, Liebling. Aendern wir es darum ungesäumt ab. Wenn deine Sehnsucht dich früher dazu treiben sollte, dann sagst du es mir!“
Sie nickte.
„Wie du mir überhaupt alles – alles anvertrauen mußt. Nicht wahr? Aber das ist ja selbstverständlich!“
„Wenn ich dir nun doch eine Kleinigkeit verschweigen würde,“ fragte sie mit schmerzhaft zusammengezogenen Brauen.
„Es käme darauf an, was es wäre. Halte mich nicht für kleinlich. Ich will dir immer grenzenlos vertrauen. Aber ein Geheimnis, daß schon bestanden hat, ehe du mein Weib wärst. Siehst du, das müßte ich kennen. Oder?“ Er stockte.
„Warum sprichst du nicht zu Ende, Walter?“
„Es war nichts, Liebste,“ lenkte er ab.
„Du willst kein Geheimnis dulden und schaffst in demselben Atemzug eins,“ klagte sie.