Am nächsten Tage raffte sich Eva von Ostried auf und stand plötzlich vor der Hausgenossin. „Wenn Sie mir schnell etwas Warmes bereiten könnten, Gretchen. Ich muß nämlich zu dem Agenten, den ich neulich durch Sie abweisen ließ. Wie gut, daß Sie sich seine neue Adresse geben ließen.“
Es klang ruhig. Auch das Gesicht war, obgleich immer noch sehr blaß, wieder ebenmäßig schön, wie zuvor. Entsetzt wehrte Gretchen Müller ab:
„Sie dürfen auf keinen Fall heraus. Hören Sie nur, wie scharf der Wind pfeift.“
„Es war leichtsinnig, daß ich den Agenten nicht anhörte,“ sagte Eva. „Erinnern Sie sich noch, was er sagte?“
„Ganz genau. Er käme, um eine Reihe Winterkonzerte mit Ihnen zu vereinbaren und wenn es möglich sein könnte, auch über das andere zu reden.“
„Welches andere? Mir ist nichts bekannt!“
„Ich wagte nicht danach zu fragen. Er war eilig und beleidigt, weil Sie ihn nicht vorließen.“
„Nun also, wie stehts jetzt mit der Wegzehrung, Gretchen?“
„Sie ist längst bereit. Aus dem Hause lasse ich Sie aber nicht.“