„Sie lebt also...“

„Sie hat mich doch zu dir geschickt...“

„Und der Auftrag?“

Da lag ihm plötzlich die schmale, verängstigte, durchnäßte Heimatlose zu Füßen. „Du sollst uns einen Winkel geben, wo uns kein Mensch sehen und finden kann,“ bettelte sie...

„Ihr habt doch Euern Platz im Stift nach wie vor.“

„Sie kann nicht mehr dableiben. Sie müsse vor Scham sterben, hat sie gesagt. Und sie schickt dir auch was, damit du es tust... Es wäre ihr Letztes, läßt sie sagen...“

Es waren, mehrfach in einen kleinen schmutzig gewordenen Leinenbeutel eingenäht, zweiundachtzig Mark.

Ein Würgen stieg in die Kehle des Kummersbachers hoch. Unsicher langte er nach der Kümmelflasche und füllte einen kleinen Becher, der irgendwo umherstand.

Verdient hatte sie durch ihre Härte, Geldgier und Verleumdungssucht mancherlei. Aber dies war eine zu harte Strafe.