„Morgen werden Sie anders denken.“
„Morgen werde ich vielleicht schon Berlin verlassen haben.“
„Nein,“ sagte er und seine Lippen wurden schmal vor Erregung, „morgen werden wir beide – gleich ausgelassenen Kindern – der Zukunft entgegenlachen. Wetten?“ Sie tat, als habe sie dies Letzte nicht gehört.
„Ich muß meine Sachen fertig packen. Leben Sie wohl.“
Er hielt Ihre Hand fest.
„Fräulein von Ostried – ich bin Ihre Zukunft! Fühlen Sie das nicht? – Es ist nicht Großsprecherei. Es ist einfache, ungeschminkte Wahrheit. – Sie werden pünktlich heute Abend um neun Uhr vor dem Gartentor der Villa sein, die sich Karlsbaderstraße 14 befindet.“
„Ich werde nicht kommen. Verlassen Sie sich darauf.“
„Streiten wir nicht. Ich erwarte Sie. Also keine Angst. Dort wird sich jemand finden, der Ihnen ohne Schuldschein und sonstige Versprechungen alle Mittel gewährt, die Sie nötig haben. – Es ist kein Scherz dabei. Sehen Sie mich an.“
Sie schüttelte den Kopf ohne den Blick zu heben.
„Lassen Sie mich. Ich will nicht mehr.“