[1] Leisching, Eduard, Ein Reiseservice des Königs von Rom. („Kunst und Kunsthandwerk“, VII, 253.)

[2] Leisching, Eduard, Zur Geschichte der Wiener Gold- und Silberschmiedekunst. („Kunst und Kunsthandwerk“, VII, 345.) — Leisching, Eduard, Die Ausstellung von alten Gold- und Silberschmiedearbeiten im k. k. Österreichischen Museum. („Kunst und Kunsthandwerk“, X, 317.)

ARBEITEN AUS UNEDLEN METALLEN.

ARBEITEN AUS ZINN.

Seit dem ausgehenden Mittelalter war das Zinn das meist verwendete Material für die Kannen und Humpen der Zunftstuben vom XVI. bis Anfang des XIX. Jahrhunderts für das bürgerliche Tischgeschirr. Arbeiten mit kunstvollem Schmuck und von feinem, mit Blei nicht oder wenig vermischtem Zinn werden Edelzinn genannt.

Vitrine XXIV. Gotischer Humpen mit gravierten Heiligenbildern und Ornamenten, Breslau, Ende des XV. Jahrhunderts. Im XVI. Jahrhundert kamen die Verzierungen aus gegossenen Ornamenten, aufgelegten Abgüssen von Plaketten auf; ein schönes Beispiel hierfür die kleine Kanne mit den Bildern der Parabel vom verlorenen Sohn nach B. Beham. Eine prächtige Kanne von dem Straßburger Zinngießer Isaak Faust. Teller mit den Bildern von Kaiser Ferdinand und den Kurfürsten.

Vitrine XXV. Adam- und Evaschüssel; Schüssel mit einer Arion-Plakette als Nabel; Schüssel in der sogenannten Holzstockmanier des Nicolaus Horchhaimer (Nürnberg, 1550-1600). Kleine Kassette mit zarten, feingegossenen und ziselierten Ornamenten, französisch, XVI. Jahrhundert. Becher mit vergoldetem Rand, XVI. Jahrhundert, Geschenk des Herrn Dr. Albert Figdor.

Vitrine XXVI. Ein Humpen des XVII. Jahrhunderts und Teller aus dem XVI. und XVII. Jahrhundert; gravierter Teller, signiert: Florintino Puterin Abtisin zu Gos 1588. Ein Schweizer Teller mit den Wappen der alten Kantone.

Vitrine XXVII. Ein großer Humpen mit prächtigem Henkel aus Ödenburg und Kannen des XVII. Jahrhunderts; eine mit der Plakette Gustav Adolfs am Deckel und schön gelungenem Guß von Blumen und Ornamenten am Gefäßkörper; ein gravierter polnischer Humpen mit Namen von Zunftmitgliedern.

Vitrine XXVIII. Eine Sammlung von Humpen und Kannen des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts.