Tischvitrine XX. Süddeutsche Emailarbeiten. Goldmedaillon mit Blumen auf weißem Grund, Augsburger Arbeit, XVII. Jahrhundert. Zwei Täfelchen mit Heiligenbildern und Blumen, Augsburg, XVII. Jahrhundert. Augsburger Emailplättchen mit Tobias und dem Engel, XVII. Jahrhundert. Sechs Plättchen mit Passionsszenen, Augsburg, XVII. Jahrhundert. Kleine runde Platten mit Kinderszenen. Diadem, Armband und Ohrgehänge, Siebenbürgen, XVII. Jahrhundert.
Wandvitrinen XXI und XXII. Siebenbürgischer Volksschmuck.
Vitrinen XXIII und XXIV. Dosen. Zumeist Arbeiten aus dem XVIII. und Anfang des XIX. Jahrhunderts. Zwei Dosen mit Miniaturen von Blarenberghe, Geschenke des regierenden Fürsten Johann von und zu Liechtenstein, Dose in Gold und Email von Ouville, Miniatur von Degault (1793). Dosen in Goldemail, Kupferemail, Schildkrot; Dosen mit Piquéarbeit; holländische Silberdosen; Porzellandosen.
Vitrine XXV. Emailarbeiten aus dem XVIII. und Anfang des XIX. Jahrhunderts. Silberne Spülkumme mit Emailmalerei auf weißem Grund, Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Leuchter mit Emailmalerei auf weißem Grund, Mitte des XVIII. Jahrhunderts. Wiener Uhr, emailliert, Anfang des XVIII. Jahrhunderts. Wiener Emailarbeiten: Zwei kobaltblaue Blumentöpfe, signiert J. Jünger 1776. Lichtblaue Deckelschale mit Blumendekor, Ende des XVIII. Jahrhunderts. Kobaltblaue Deckelschale mit Tasse, signiert: Christoph Jünger.
Tischvitrine XXVI. Schmuck aus dem Ende des XVIII. Jahrhunderts. Im Barock stand der Durchschnitt der Schmuckarbeiten nicht auf der Höhe wie in den vorangegangenen Perioden; man verstand es, mehr mit dem Material als mit edler Arbeit zu prunken. Im Zeitalter des Klassizismus wurde beim Schmuck auf zarte Formen und Technik wieder großer Wert gelegt; in seinen reizvollen Schöpfungen waren als Motive die Symbole sentimentaler Freundschaft und Liebe ebenso Mode wie antike Stilelemente: Goldkette mit vier zierlichen Wachsmedaillons. Scheibenförmiger goldener Anhänger mit einem Filigranrahmen und einer von Glas umschlossenen perlenbesetzten Blumenvase. Hals- und Haarschmuck mit Gemmen von Bernstein. Uhren mit Maleremail, die man als Schmuck am Kleid oder Gürtel trug.
Tischvitrine XXVII. Schmuck aus der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts. Die große Not, die die Napoleonischen Kriege über Deutschland und Österreich gebracht haben, hatte den Schmuck aus edlen Metallen als meist unerreichbare Kostbarkeit verdrängt; ersetzt wurde er durch den Eisenschmuck, der in dem staatlichen Gußwerk von Mariazell, dem Gußwerk des Grafen Wrbna, dem Glanz’schen Gußwerk und andern in Massen hergestellt worden ist: Schmuckkassette. Kette, Anhänger und Ohrgehänge mit Medaillons. Anhänger in Kreuzform. Erst in den ruhigen Biedermeierzeiten nimmt Gold- und Silberschmuck wieder den alten Platz ein: Halskette und Ohrgehänge, Gold mit Chrysoprasen, ca. 1830; Brosche, ca. 1850.
Pokal, Viertraubenbecher, Silber, vergoldet, XVI. Jahrhundert, Anfang, Lüneburger Marke
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GRÖSSERES BILD
Die Vitrinen XXVIII bis XXXVI vereinigen Ziergerät des ostasiatischen Kunstkreises, hauptsächlich Emailarbeiten. Die ältere chinesische Emaillierkunst ist der Zellenschmelz mit undurchsichtigen Glasflüssen; im XVIII. Jahrhundert ist die Emailmalerei auf weißem Grund, die der Porzellanmalerei sehr ähnelt, eingeführt worden. Die Japaner haben mit größter Virtuosität den Zellschmelz gepflegt und sind darin noch heute die besten Meister; überraschende Neuerungen wie Zellenschmelz auf Porzellan zeigen ihr bravouröses technisches Können.