Der dankbare Dichter seinem Weib.

Er hatte ihr auch persönlich die Hand gedrückt und sie in seinem treuherzigen Dialekt seiner Verbundenheit versichert:

„Grad himmlisch is g’w’en, Fräul’n ... I hab beinah g’moant, i wär a Dichter ...“


Die Vorstellung sollte am 19. Februar im Kurtheater stattfinden. Pein, unterstützt von dem helläugigen Naturburschen Dr. Buri, einem prächtigen Churer, der die Redaktion des „Davoser Intelligenzblattes“ leitete, hatte eine eifrige Reklame entfaltet. Vor allem, weil er selber spielte.

„Unser Herr Alfons Pein“, so hatte Dr. Buri im Intelligenzblatt in der Voranzeige schreiben müssen, „hat sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, die Rolle des Mann im ‚Weib‘ zu übernehmen.“

Fluchend warf Dr. Buri den Federhalter in den Aschenbecher, daß Tinte und Asche über das Manuskript sprühten.

„Chaibe.“

Er konnte Pein nicht ausstehen.

Dann schrieb er weiter: