„Schmierig“, meinte Dr. Buri. „Sie sind schmierig wie schlecht geputzte Stiefel. Sie sollen glänzen wie Lack, aber es ist beim Altwarenhändler billig erstandenes, rissiges Kalbsleder.“

„Übrigens wichst er sie zuviel, seine lyrischen Stiefel“, sagte der Korrespondent, den es beunruhigte, daß ein anderer in Bildern redete. „Dagegen der Glonner, mein Lieber: ein Talent. Ein großes Talent. Wir werden seinen nächsten Roman bringen, denn wir legen Wert auf ein literarisches Feuilleton.“

XIV.

Mann und Frau leben nebeneinander.

Die Frau haßt den Mann.

Entstellt von fürchterlichen Ausschlägen, den Geschwüren einer höllischen Krankheit, schleicht der Mann, zerrissen von Gier, hinter ihr her. Die Frau haßt den Mann, weil sie ihn einmal liebte.

Der Mann liebt die Frau, weil er sie einmal haßte.

Geduckt und gedrückt schleichen sie ihr Leben nebeneinander her.

Die Frau steht sanft wie ein Schachtelhalm im Sumpf.

Eines Tages betritt ein junger, blonder Mensch die verdüsterte Stube. Halb verdurstet. Halb verhungert. Mit zerrissenen Kleidern, zerbröckelten Schuhen. Er stützt sich auf einen selbstgeschnitzten Wanderstab. Eine Mundharmonika hängt ihm an einer Schnur um den Hals. Auf der bläst er, verschüchtert, ein paar Töne.