„Nicht eine Frucht wird er tragen“, schrie der Gärtner und schlüpfte aus der Friedhofspforte.
Die Schiahörner schimmerten wie silberne Platten auf dem Metallblau des Himmels.
Eine glatte Marmortafel lag auf dem Grab. Darauf standen nur diese zwei Worte: Sybil Lindquist. Keine Altersangabe. Kein Geburts- und kein Todesdatum.
Die Tafel war von Sylvester, dem Thorax, der Pneumo, dem Bulgaren, dem Japaner und dem Leutnant gemeinsam gestiftet worden.
Noch späte Generationen, die betrachtend diesen Kirchhof durchwandeln, werden glauben, sie sei erst gestern gestorben.
Sylvester lag im Liegesack, der mit warmem, weichem Java-Kapok gefüttert und mit Schulterklappen und seitlichen Mufftaschen versehen war, auf seinem Privatbalkon.
Auf einem kleinen Tisch lag eine Photographie Sybils: eine nicht einmal besonders gelungene Ansichtskarte, die sie in einer ihrer Filmrollen als amerikanische Miß darstellte. Neben der Photographie eine Dettweiler Spuckflasche aus blauem Glase mit Metallsprungdeckel.
Von der Schatzalpbobbahn, die vor der Pension vorüberzog, klangen die eintönigen Rufe: Bob ... Bob ... Bob ... an sein durch wollene Ohrmuscheln vor der Kälte geschütztes Ohr. Und sie klangen hilfeheischend wie die Rufe von Ertrinkenden.