O, sie wußten es wohl; die Fräulein Olsen hatten es wohl am frühen Morgen im Bett gehört und waren eilends in ihre Kleider gefahren, waren aber doch zu spät gekommen.
„Scheldrup ist wieder abgereist,” sagt Fia.
„Scheldrup — was du nicht sagst! Schon? Ei, wirklich?”
Mehr wagten sie wohl nicht zu sagen, sie zogen sich mit den beiden Malern zurück und gingen heim zur Sitzung.
Sie holten den Doktor ein, der stehen geblieben war und mit dem Rechtsanwalt Fredriksen sprach. „Na,” rief der Doktor den jungen Mädchen zu, „sind Sie zum Abschied zu spät gekommen?” Ha, der Doktor war nun gerettet, er war nicht mehr in Gefahr, und so hatte er seine Überlegenheit wiedergefunden.
„Abschied? Welcher Abschied?” fragten die Fräulein Olsen, gingen aber gleich weiter.
Der Doktor sah ihnen spöttisch nach und wendete sich wieder dem Rechtsanwalt zu: „Wir wurden unterbrochen. Können Sie mir keine Auskunft auf meine Frage geben?”
„Nein, nicht ohne weiteres.”
„So?” sagt der Doktor. „Aber es ist doch eine Sache der bürgerlichen Gesellschaft.”
„O ja. Aber es ist auch eine sehr private Sache.”