Während nun Scheldrup da an der Reling steht, deutet er plötzlich auf den Doktor drüben am Land und ruft Berntsen laut und deutlich zu: „Hören Sie, Berntsen, ich hätte nun doch eigentlich den Kerl dort durchwalken sollen! Er hat es gewagt, hierherzukommen!”
Stille. Nur eine einzelne Stimme wird am Bollwerk laut. „Was beim Satan — was hat er gemeint? —” Das war Olaus vom Wiesenrain, er witterte Hallo!
„Und wenn Sie wieder in Havre sind, vergessen Sie nicht, uns Stoffe zu senden,” erwiderte Berntsen sofort; „Baumwollstoffe in passenden Mustern, wohl einhalbhundert Stücke.”
„Ja.”
„Wollen Sie es nicht aufschreiben?”
Scheldrup kann nicht anders, als sein Buch herausziehen und es aufschreiben.
Dann fängt das Schiff an, sich zu bewegen, und Berntsen springt an Land.
Der Doktor stand da, wie wenn ihn der Schlag getroffen hätte, schwankend, mit ausdruckslosem Gesicht. Das dauerte einen Augenblick, dann richtete er sich auf, streckte die Brust heraus und ging davon. O, es war nicht wahrscheinlich, daß er sich in den Hohn des jungen Krämers auf dem öffentlichen Bollwerk finden würde!
Alles in allem hatte der Doktor in der letzten Zeit gar manchen Ärger gehabt, aber als er nun das Bollwerk verließ, sah er aus, als habe er sich vorgenommen, alles zu ertragen. Olaus vom Wiesenrain sah ihm nach und sprach sich über seine Hochnäsigkeit aus.
In diesem Augenblick kamen die beiden Fräulein Olsen eiligen Laufes daher; sie waren sehr hübsch und jung und atemlos. „Ach, nun sind wir zu spät gekommen,” sagten sie. „War heute etwas Interessantes an Bord? Warum seid ihr denn alle hier, warum winkt ihr nach dem Boot hin, Fia?”