Der Doktor ist durchaus nicht geldgierig, nicht habsüchtig; was er verdient hat, ist verbraucht worden, ja, mehr als das, verbraucht für Essen und Trinken, für „Genüsse”, nein, er ist nicht so schlecht, daß er über den großen Schein in Verlegenheit geriete, diese Banknote, das ist ein Geschenk, und er erwidert: „Das ist zuviel, ich bekomme nicht soviel, die Hälfte genügt!”
Henriksen schüttelt den Kopf; er ist freigebig und gutherzig, und er will sich auch des Danks von des Doktors Seite würdig erweisen. „Nehmen Sie nur, Herr Doktor, es ist von ihr und von mir. Und dann reden wir nicht mehr darüber.”
„Ich bin jederzeit bereit, zu kommen, Henriksen. Zu dem Kleinen. Bei Nacht oder bei Tage, jederzeit!”
Der Doktor ging als ein junger Mann heimwärts. Was war geschehen? Seht, er hatte sich wehrlos gefühlt, und nun hatte er plötzlich eine Waffe in der Hand: „Bitte, Herr Konsul Johnsen, Sie haben mir eine Rechnung geschickt, ich hatte die Kleinigkeit vergessen, hier ist eine Bescheinigung von der Post über einen Geldbrief für Sie.”
Ja, er war froh, aber es kam nicht zu einer Umkehr bei ihm, nicht zu einem hohen Wogengang und einer Krisis vor Dankbarkeit. Das Leben war unverändert, die Feinde dieselben wie vorher, ein Zufall hatte ihn instand gesetzt, sinnlos und dumm über sie zu triumphieren, und darauf wollte er nicht verzichten. Er hätte nun in Johnsens Laden gehen und seine Schuld bei Berntsen begleichen können, aber er tut es nicht, dagegen reibt er sich die Hände beim Gedanken an den boshaften Brief, in den er das Geld einwickeln will, wenn er es abschickt.
Er hätte darauf verzichten sollen! Seht, da ist schon wieder einer von den Braunäugigen, es wimmelt von ihnen in der Stadt. Er hält den Jungen an und fragt: „Lieferst du mir nicht öfters Fische?”
„Doch, früher.”
„Hast du das Fischen aufgegeben?”
„Ja.”
„Was tust du jetzt?”