„Nun, das war doch jedenfalls sehr gut,” sagt der Doktor mit einem erzwungenen Lächeln.

Aber Henriksen nahm es für echt: „Ja, nicht wahr? O, es war wohl so bestimmt! Ein Glas Wein, Herr Doktor? Vielleicht Sodawasser mit Whisky?”

Sie treten in die Stube und setzen sich, jeder mit einem Glas vor sich, und Henriksen trinkt gleich zwei. Er spricht von seiner Frau, von seiner Einsamkeit, die nicht zum Aushalten sei. Bei Tag und während der Arbeit, da gehe es noch an, aber wenn die Nacht komme, die Nacht —! Er ist äußerst freundlich und aufmerksam gegen seinen hochgeehrten Gast, allmählich sogar dankbar für dessen Hilfe — ja für alle Hilfe, die er geleistet hat.

„Es stand leider nicht in meiner Macht, Hilfe zu bringen,” erwidert der Doktor.

„Allerdings, aber Sie haben getan, was Sie konnten, das sag' ich gerade heraus. Sie sind ja auch oft hier gewesen, um nach ihr zu sehen, und haben Medizin verschrieben. Wir haben alles getan, was wir konnten, den Trost haben wir, daß es ihr von unserer Seite an nichts gefehlt hat. Aber nun war wohl ihre Zeit abgelaufen. Noch ein Glas, Herr Doktor?”

„Ich weiß nicht. — Ja, wenn Sie mir's anbieten.”

Henriksen strahlt. „Es ist mir eine Ehre, wirklich, es ist eine Ehre für mein Haus, das hätte meine Frau erleben sollen! Und nun möcht' ich gerne, daß Sie mir eine Rechnung schicken, Herr Doktor, eine ordentliche Rechnung. Doch, ich will es! Oder wenn Sie es mir jetzt gleich sagen wollten, nur die Summe, das genügt.”

„Das hat ja Zeit bis später.”

„Ach, alles, was getan werden konnte, ist getan worden, das ist mein Trost!” murmelt Henriksen, in tiefe Gedanken versunken. „Doch, ich will wirklich — lassen Sie mich lieber jetzt gleich —”

Henriksen steht auf und öffnet seine Schreibkommode, er kommt mit einem Geldschein zurück, einem großen roten Schein und reicht ihn dem Doktor hin: „Diesen hier, wenn es Ihnen so recht ist. Stimmt es einigermaßen, ist es genug?”