„Hast du etwas dagegen, wenn ich deine Hüfte untersuche?” fragt der Doktor.

„Wie —?”

„Es ist der Wissenschaft wegen. Du bist ein gutes Objekt. Zieh dich aus!”

Oliver zögert.

„Es wird bald geschehen sein, fünf Minuten genügen, ja, zwei Minuten. Ich will mir nur deine Hüfte ansehen. Tut sie dir nie weh?”

„Nein.”

„Nun laß mich einmal sehen!”

Nein, Oliver wollte nicht. Es sei Samstagabend, er müsse jetzt nach Hause.

„Was ist das für ein Geschwätz, zwei Minuten!”

Oliver weigerte sich, o nein, so weit war er gegangen, weiter ging er nicht. Der Doktor stand allerdings in hohem Ansehen in der Stadt, aber die Geschichte mit dem schwedischen Matrosen hatte es nicht gerade erhöht, im Gegenteil. Immerhin würde ihm wohl Oliver nachgegeben und sich ausgekleidet haben; aber er schien sich davor zu fürchten, er mußte einen besondern Grund haben, es nicht zu tun. Was hatte er nur? Sein Gesicht trug jetzt den bösen, verschlagenen Ausdruck, er sah den Doktor langsam an und sagte: „Nein, das tu' ich nicht.”