Da stand nun also Abel wieder.

Sie hatte einen Augenblick ihren Fingerhut neben sich gelegt; er nahm ihn in die Hand und fing an: „Was kann das sein, das so wie geädert ist?”

„Das? Elfenbein.”

Sein Sinn für Elfenbein war wenig entwickelt, das prächtigste, wovon er je gehört hatte, war der Tempel Salomonis, aber kein Fingerhut. Jetzt ritt ihn indes der Teufel, er legte den kostbaren Fingerhut aus der Hand, strich einmal über den blauen Waschstoff des Kleides, an dem sie nähte, und sagte: „Das ist Brokat, so weit ich es beurteilen kann.”

Sie faßte das augenblicklich als Anzüglichkeit auf, was es vielleicht auch war, und sagte: „Davon verstehst du nichts.”

Schweigen.

„Hast du nicht etwa noch eine Treppenstufe?” fragte er.

„Eine Treppenstufe? Willst du sitzen? Bitte schön!”

Sie stand auf und machte ihm Platz.

„Nein, so war es nicht gemeint,” wehrte er ab. „Wenn wir nicht beide auf der Treppe Platz haben, kann ich ja stehen.” Übrigens war er jetzt recht im Zug und fuhr fort: „Was ich sagen wollte — das ist doch ein Unsinn mit deinem Klavier spielen. Du hast doch keine Verwendung mehr dafür, wenn wir verheiratet sind.”