Die kleinen Mädchen waren sofort auf dem Laufenden. „Das ist der Maler, der bei Johnsens am Landungsplatz und bei Grütze-Olsens Bilder gemalt hat,” sagen sie, das war ihnen ganz klar, das wußten sie ganz genau, diese Kiek-in-die-Welt, o, sie waren Schlauköpfchen!

„Er muß aus einer reichen und vornehmen Familie stammen, nach dem, was Davidsen gesagt hat.”

„Sonderbar, das ist alles so still vor sich gegangen, kein Mensch hat ein Wort davon gehört.”

Darauf erwidert Maren: „Man sagt, für die Braut sei es höchste Zeit gewesen.”

„Na also!” flüstert die ganze Stube verständnisvoll; und dann denken alle eine Weile darüber nach.

„Ja, alles heiratet und rackert sich ab, ohne Ende,” sagt Petra. Und dann wagt sie sich wieder auf gefährlichen Grund hinaus. „Du kannst froh sein, Maren, daß du dich darauf nicht eingelassen hast.”

„Es ist noch gar nicht zu spät dazu,” sagt die Großmutter.

„Petra meint das doch,” sagt Maren von neuem beleidigt.

Petra lenkt nicht ein: „Wenn ich die Wahrheit sagen soll, so hast du dir doch wohl derartiges ganz aus dem Kopf geschlagen. Wie alt bist du denn eigentlich?”

„So alt, daß ich es selbst nicht mehr weiß,” sagt Maren und steht auf. „Aber ich bleib' ja beinahe den ganzen Abend hier sitzen! Vielen Dank für die Aufwartung und alles Gute! Vergiß nicht, zu mir hereinzusehen, wenn du am Haus vorbeigehst, Petra!”