Draußen auf dem Wasser traf er den Fischer Jörgen; sie legten ihre Boote zusammen und schwatzten miteinander. Wovon sollten sie übrigens schwatzen? Vom Wetter, vom Fischfang und vom Verdienst. Jörgen war ein Sklave der Arbeit.
„Du liegst hier in der Bucht,” sagte Oliver. „Wenn ich dein Boot hätte, würde ich weiter hinausfahren. Was verdienst du denn am Tag?”
Das sei sehr verschieden. Bisweilen sei es viel, es gebe gute und schlechte Tage, bisweilen sei es wenig.
„Nein, das kann ich dir sagen, Jörgen, daß du hier in der Bucht liegst, gerade wie wir andern Vergnügungsfischer. Von mir will ich nun gar nicht reden, denn ich bin marode und zu nichts nütze. Aber wenn du draußen auf dem Meere wärest, dann könntest du Heilbutten und große Fische fangen.”
„O ja,” stimmte Jörgen bei, „dann könnte ich Walfische fangen.”
Beide lachten, denn dieser Vorschlag von Oliver war ja der reine Spaß und nur so ein Gerede. Dazu hatte Jörgen ja gar nicht das Boot und die nötigen Fischgeräte, und er war ja auch nur ein einzelner Mann.
„Wenn wir uns nun aber zusammentäten und uns ein seetüchtiges Boot anschafften,” sagte Oliver immer noch im Scherz.
Jörgen, der, wie alle andern, geduldig mit dem Krüppel war und sich über die verschiedensten Dinge in ein Gespräch mit ihm einließ, sagte: „Ein seetüchtiges Boot, jawohl, und eine große Fischerei, Tiefmeerleinen, wir könnten den ganzen Fischmarkt an uns ziehen.” Oliver hatte die Ideen, sie kamen ihm nur so zugeflogen und waren nicht viel wert, er war in fremden Landen gewesen, hatte Unglaubliches gesehen und gehört, er hatte Grütze im Kopfe.
„Hier sitze ich und rede,” sagte er, „aber es wird schließlich damit enden, daß ich mich um eine Stelle beim Leuchtturm bewerbe.”
„Ja, das wäre wohl nicht das Schlimmste, was du tun könntest,” meinte Jörgen auch.