„Ich weiß es nicht, aber etwas muß so ein maroder Mann wie ich doch tun.”
„Die Lampe versorgen, das Journal führen, den Seefahrenden in dunkeln Nächten den Weg zeigen. Wenn du nur jemand hättest, der dich empfiehlt,” sagte Jörgen.
„Ich glaube, daß ich Johnsen am Landungsplatz wohl dazu bringen kann, sich für mich zu verwenden. Nun, wollen wir jetzt heimrudern?”
„Nein, ich muß noch eine Weile fischen, denn ich hab' dem Schreiber ein Gericht Fische versprochen und hab' erst ein paar Stück.”
„Was bekommst du für ein Gericht Fische vom Schreiber?”
Jörgen nannte einen mittleren Preis.
Oliver schüttelte den Kopf über die geringe Bezahlung, dann ruderte er weiter und fing auch an, für sich noch zu fischen. Er fischte noch eine Stunde, dann ruderte er mit seiner Beute heim.
Er ruderte und legte sich tüchtig ins Zeug. Es kann ja sein, daß er sich zeigen und Jörgen mit seinen Kräften überraschen wollte, und das erreichte er auch. Oliver war eigentlich wie geschaffen, ja, wie umgeschaffen für ein Leben im Fischerboot; da saß er mit den Rudern, die wie ein schweres Gewicht hin und her gingen, die Glieder, die er brauchte, ja, die hatte er. Diese Wahrheit war es vielleicht auch, die Oliver nach einigen Tagen aufging: Oliver wurde fleißig, fuhr schon bei Tagesgrauen hinaus und fischte den ganzen Tag; er ruderte weiter und weiter hinaus und suchte andere Fischgründe auf, kam dann mit zwei und drei Fischkippen am Tag heim, von denen er einen großen Teil in der Stadt absetzte. Das Geld legte er zurück.
„Du ruderst ja wie ein Dampfschiff daher,” sagte Jörgen. Und dasselbe sagte auch Martin vom Hügel, und der war der älteste Fischer im Ort.
„Meint Ihr? O ja. Ich bin nun eben auch auf den verschiedensten Meeren der Welt gefahren und habe vielerlei gesehen,” versetzte Oliver selbstbewußt.