„Seht doch nur Abels Hände und Handgelenke an!” sagt der Vater. „Genau wie ich sie hatte, als ich noch heil und gesund war.”
„Laß mich sehen, Abel!” sagt das Braunchen und reißt an den Haaren auf seiner Hand. Er schreit und klagt seinem Vater. „Du bist doch der älteste, kannst du ihr das nicht untersagen?”
Der Abend vergeht, in der Stube herrscht Familienleben. Die Welt draußen geht sie nichts an. Sie streben nicht nach etwas Besserem, was sollte das auch sein? Die Blaumeise hat von dem Kuchen wahrhaftig etwas Farbe im Gesicht bekommen. Hier sitzt ein Vater, umgeben von seinen Kindern. Er ist freundlich und fett, und wenn er nicht untersucht wird, ist er harmlos anzuschauen. Was er für Kinder hat! Die kleinen Mädchen sind aufgeweckt, sogar sehr aufgeweckt, verteufelt klug; die sind schlau, die merken viel. Frank ist jetzt schon gelehrt, und Abel schon ein Mann. Nichts könnte besser sein, mit Süßigkeiten noch dazu ist es ein Paradies.
Jetzt muß Abel in die Kammer zur Großmutter, dort hat er seine Schlafstelle. Sein Lager ist eine Schlafbank, die des Nachts zum Bett wird. Das ist wundervoll, Abel ist müde und schläft wie ein Stein. Und jetzt geht er, denn er muß ja morgen beizeiten wieder in der Schmiede sein.
Bald darauf sind auch die kleinen Mädchen zur Ruhe gegangen und Frank in seine Kammer zurückgekehrt; Oliver sitzt allein am Tisch. Er meint, Petra bleibe recht lange aus. Weiß Gott, was sie macht; er gähnt, er zieht seinen Taschenspiegel hervor und betrachtet sich genau. Wenn Petra heimkommt, will er sie fragen, was sie in der langen Zeit ausgerichtet habe, unweigerlich will er diese Frage an sie richten, jawohl, das soll nicht fehlen.
Als Petra endlich kommt, hat sie ihm eine Neuigkeit mitzuteilen. Schon durch ihre ersten Worte wendet sie jede Mißbilligung ab: „Es ist ein fremder Dampfer eingelaufen.”
Der frühere Matrose beißt sofort an und fragt: „Wo?”
„Er hat am Bollwerk angelegt.”
Über diese Neuigkeit vergißt Oliver alles andere; er hinkt hinaus, um selbst nachzusehen. Eine gute Weile blieb er draußen, und als er wieder hereinkam, brüstete er sich mit seinem Wissen. „Der Flagge nach ist es ein Engländer.”
„Ein Engländer!” ruft Petra.