Der Matrose sagt: „Wenn du jetzt heimgehst, so komm morgen beizeiten wieder her. Heut nacht fahren wir nicht ab.”
Es war jetzt ungefähr elf Uhr.
23
Oliver begibt sich halb betäubt nach Hause. Konnte er so wenig vertragen, daß ein gutes Essen und eine alte Schiffskiste seine Gedanken in Verwirrung brachten? Hatte denn er, Oliver, dann einen verschlageneren Kopf und bessere Überlegung, als der Mann dort unter der Presenning?
Er trifft einige von der Mannschaft des Engländers, die jetzt wieder an Bord gehen, sie kommen vom Gasthaus und sind recht fidel, Oliver kennt die Sache von früher her.
Vor Grütze-Olsens Haus sieht er Leute stehen mit Regenschirmen und Laternen, es sind die Herren, die bei der Abendgesellschaft gewesen sind und die jetzt Abschied voneinander nehmen und heimgehen. Der Doppelkonsul ist nicht dabei, auch nicht Konsul Heiberg, der auch etwas großartig tut und nicht mit Grütze-Olsen verkehrt. Oliver sieht den Rechtsanwalt Fredriksen und vernimmt auch dessen Donnerstimme, er erkennt die beiden Engländer, den Kapitän und den Steuermann, er erkennt Konsul Davidsen, den Postmeister, den Stadtingenieur, den Zollverwalter. Dies war die Gesellschaft. Es fällt ihm ein, er könnte sich sein Geld für die Daunen noch etwas mehr sichern, wenn er Genaueres über den Abgang des Schiffes erführe, darum will er hinter den beiden Seemännern hergehen. Olivers Überlegung ist zurückgekehrt.
„Gut Nacht, gut Nacht!”
Der Postmeister hat keinen Regenschirm zum Verleihen, aber er fragt ins allgemeine: „Darf ich nicht jemand meine Laterne anbieten? Ich hab' nicht weit nach Hause. Ihnen, Herr Kapitän?”