„Nein, vielen Dank, Sie sind sehr freundlich.”

Der Postmeister teilt den Regenschirm mit Herrn Davidsen, der denselben Weg hat, und hält seine Laterne so, daß er selbst das wenigste Licht davon genießt; sie reden nicht viel bei dem starken Wind und über lauter gleichgültige Dinge. Davidsen, der Kleinkaufmann und Konsul ist, hat nun heut abend doch etwas gemerkt, und als sie vor seiner Tür stehen, fragt er geheimnisvoll: „Haben Sie gesehen, wie hingenommen der Rechtsanwalt in der Gesellschaft gewesen ist?”

„Hingenommen?”

„Von der Dame, von der Tochter, wie heißt sie gleich, Olsens Tochter, die älteste?”

Nein, der Postmeister hatte es nicht bemerkt.

„Das hat vielleicht etwas zu bedeuten,” meint Davidsen.

„Das ist wohl möglich, Konsul Olsen hat schöne Kinder, schöne Mädchen; die den Maler geheiratet hat und die noch zu haben ist, sind beide liebenswürdige Damen. Ich sinniere über das nach, was Sie gesagt haben, was sollte das wohl bedeuten? Sie ist so jung und hübsch, der Rechtsanwalt ist ja mindestens doppelt so alt.”

„Man hat schon mehr so Verrücktes erlebt.”

„Ach ja, wir arbeiten und mühen uns, freien und kämpfen und quälen uns ab und richten uns darauf ein, spät zu sterben. Entschuldigen Sie, Sie wollten etwas sagen?”

Der Kleinkaufmann und Konsul Davidsen hatte vielleicht gar nichts sagen wollen, aber er hatte vielleicht eine Bewegung gemacht, war wie ein wenig zusammengefahren, er hatte gewiß Angst, der Postmeister könnte wieder mit einer seiner langweiligen Auseinandersetzungen anfangen, und antwortete darum: „Ich wollte nur sagen, daß Sie meinen Regenschirm gerne mit nach Hause nehmen dürften.”