Ursprünglich hatte er da gar nicht so viel erwartet. Er hatte dieses Haus adeln wollen, wie er schon andere Häuser geadelt hatte, Henriksens von der Werft, Heibergs, Davidsens Kramladen, Johnsens am Landungsplatz, jetzt fühlte er sich hier wohl, solange es währte. Er hatte außerdem noch einen andern Gedanken: Er konnte Konsul Olsens wegen Johnsens am Landungsplatz geradezu eine Weile auf die Seite setzen — bitte, versuchen Sie einmal, wie das schmeckt! Er wollte gerne ein gewisses Gleichgewicht in die Dinge bringen, eine gleichstarke Macht jenseits der Grenzscheide herstellen. Er konnte die Stadt regieren mit Uneinigkeit, mit zwei Kampfhähnen.

Das hätte sehr schön gehen können, allein alles strandete an der Gutmütigkeit und Trägheit der Familie Olsen. Nein, die Familie Olsen war nicht lernbegierig und hatte keinen Verstand für Ränke und Kniffe. Sie verstanden sich auf gutes Essen und Geld und die eines Großhändlers würdigen Möbel; aber sie hatten keine Kultur, keine illustrierten Zeitschriften und keine von der Tochter des Hauses gemalten Teller. Die Familie Olsen klebte an der Erde.

„Johnsen am Landungsplatz ist Ritter geworden,” sagt der Doktor. „Jetzt sind Sie an der Reihe.”

Grütze-Olsen schüttelt wieder wehmütig den Kopf und sagt: „Dazu ist keine Aussicht.”

„Das ist gar nicht unerreichbar. Es gehört nur ein wenig Arbeit dazu.”

Grütze-Olsen schüttelte noch einmal wehmütig den Kopf und erwidert: „Ich bin Konsularagent für ein Land ohne Orden.”

„So. Aber jetzt hören Sie einmal, Herr Konsul. Jedenfalls könnten Sie ein Landhaus haben.”

„Ein Landhaus? O ja, allerdings!”

„Nicht wahr? Warum soll hier nur einer ein Landhaus haben? Und warum soll gerade er es haben? Sie sind sicherlich ein reicherer Mann als er.”

Grütze-Olsen schüttelt lächelnd den Kopf: „Na, übertreiben Sie nicht!”