Vom Hügel nahm Oliver seinen Weg zum Schreiner Mattis. Dieser war wie gewöhnlich bei der Arbeit, legte aber den Hobel weg, um für den Krüppel einen Sitz abzufegen. Sie redeten über den lang andauernden Sturm zu Wasser und zu Land, ein armer Kerl könne sich wahrhaftig seinen Unterhalt nicht mehr verschaffen. Aber es gehe dem einen genau wie dem andern, der Fischer Jörgen und der Martin vom Hügel könnten auch nicht hinaus.

„Wenn ich meine Pfeife noch hätte, würde ich sie dir schenken,” sagte Oliver.

„Nein, das hättest du nicht tun dürfen.”

„Doch, sofort! Aber Jörgen hat sie bekommen.”

„Ach so, Jörgen hat sie bekommen?”

„Ja, eine nagelneue Pfeife. Ich hab' sie irgendwo im Ausland gekauft; doch was ich sagen wollte: Wann willst du dich verändern?”

„Ja, weißt du,” antwortete Mattis wie etwas verschämt, „schon in allernächster Zeit.”

„Ach so,” sagte Oliver und blieb ganz ruhig dabei. Oliver konnte sanftmütig und ungeheuer verständig sein, er fand sich in das Unvermeidliche. Der Schreiner empfand Mitleid mit ihm, er war doch eigentlich ein Napoleon. Da saß nun Oliver, schaute zu Boden und hatte wohl einen wehmütigen Augenblick, er hatte die Augen fast geschlossen. Aber plötzlich lief ein Kräuseln über die ruhige Oberfläche hin, er sah noch immer zu Boden, aber er deutete mit der Krücke hinaus und sagte:

„Die Türen dort sollt' ich wieder haben.”

Mattis riß die Augen auf und fragte: „Was?”