„Die Türen dort sollt' ich wieder haben.”
Oliver schlug langsam die Augen auf und sagte: „Du kannst sie mir wiedergeben.”
Sie sahen einander starr an, dann sagte Mattis:
„Ich will sehen, daß ich Zeit bekomme, dir zwei Türen zu machen.”
„Nein,” erwiderte Oliver sofort, „entweder diese Türen oder keine.”
War das eine Drohung? Oliver richtete sich auf und stand ganz steif da, ja, er gebrauchte die Krücke nur als Spazierstock, eine ganz überlegene Art war plötzlich über ihn gekommen. Seht, so etwas konnte die Auffassung des Schreiners über den Krüppel wohl etwas verwirren, Mattis sah eigentlich aus, als verstehe er die Sache gar nicht, es war, als sei seine große Nase länger geworden. Offenbar fühlte er sich unsicher.
„Nun, die Türen kannst du haben,” sagte er.
„Du tust mir einen großen Gefallen,” sagte Oliver jetzt. Er ließ Mattis in tiefe Gedanken versunken hinter sich und wanderte heimwärts.
Dann war er wieder wie zuvor. Er saß am Tisch, döste und schlief, versetzte der Katze ab und zu einen Fußtritt und ließ seine Blicke über die menschenleere Straße hinlaufen. Die Tage wurden ihm sehr lang. Die Türen waren eben eingetroffen und standen im Flur, sie waren noch nicht wieder eingehängt, aber sie standen ganz fertig da. Mattis hatte sie selbst auf dem Kopfe hergetragen, die eine Tür nach der andern. Der Schreiner war etwas wortkarg gewesen, das war nicht so ganz behaglich. Oliver sagte: „Du hast doch ungeheure Kräfte, Mattis.”